Galvanik

Galvanik
Waschmaschinentrommeln
aus verchromten Blech
Wie funktioniert Galvanik? Das zu galvanisierende Stück - es kann aus Stahl oder Edelstahl sein, aber auch aus Buntmetall, Kupfer, Messing oder Aluminium - in eine dünne Lösung aus Metallsalz gegeben. Die Lösung dient als Elektrolyt, und wird an den negativen Pol einer Gleichstromquelle gekoppelt. Man spricht bei dem zu galvanisierenden Stück nun von einer Kathode. Ebenfalls in das Metallsalz wird das Metall gegeben, das als Galvano-Oberfläche dienen soll. Es wird mit dem positiven Pol der Gleichstromquelle gekoppelt und dient als Anode. Teile der Lösung enthalten Salzteile des zukünftigen Oberflächenmetalls. Wenn jetzt eine Gleichspannung erzeugt wird, entstehen aus der Anode Metallionen. Diese Ionen werden von der Kathode angezogen und scheiden dort als Überzug ab.

Die Dicke der Schicht, die aufgebracht werden soll, kann durch die Stromstärke und -dauer genau bestimmt werden.

Ohne Galvanik geht im modernen produzierenden Gewerbe wenig. Es gibt kaum noch ein Material, das ohne eine aufgebrachte Oberfläche aus Metall, also ohne eine galvanisierte Beschichtung, auskommt. Denn diese Oberflächen besitzen einen hohe Lebensdauer, gute elektrische Leitfähigkeiten, und Resistenz gegen Korrosion sowie Verschleiß. Einsatzorte der Oberflächenveredelung sind etwa die Automobilindustrie, Sanitär-, das Bauwesen, Elektronik. Galavanik sorgt für Arbeitsplätze: Zurzeit gibt es in Europa zehntausende Betriebe, die galvanisieren, Tendenz steigend.

Verwandte Begriffe: Verchromen

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