Hydraulik
Das Wort Hydraulik stammt aus dem Griechischen und ist eine Kombination aus den altgriechischen Wörtern „Wasser“ und „Rohr“. Hydraulik ist im physikalischen Sinne die Lehre vom Strömungsverhalten von Flüssigkeiten, im technischen Sinne beschreibt es eine Getriebeart zur Kraftübertragung. Mittels Einsatz von Kolben und Kolbenzylindern wird durch Einleitung von unter Druck stehender Flüssigkeit Energie in lineare Bewegung umgesetzt. Die Funktionsweise gleicht der der Pneumatik, wo jedoch statt Flüssigkeit Druckluft eingesetzt wird. Mit Hydraulik können aber wesentlich größere Kräfte, als mit Pneumatik, übertragen werden. Zudem wird hydraulisch eine gleichförmigere Bewegung erzeugt, da die Verdichtung der Flüssigkeit so gering ist, dass diese auf die Bewegung selbst keinerlei Auswirkung hat. Meist werden zur Hydraulik spezielle Mineralöle eingesetzt, in zunehmenden Maßen jedoch auch andere umweltfreundliche Flüssigkeiten wie Wasser, Glycole oder spezielle Ester. Bei Einsatz von Ölen ist ein Kreislauf erforderlich, der den Hin- und Rücklauf der Flüssigkeit ermöglicht, Wasser kann auch ohne Kreislauf eingesetzt werden.Hydrodynamische Antriebe erzeugen Drehmoment über die kinetische Energie der Flüssigkeit, viskose Antriebe nutzen rotierende Scheiben zur Leistungsübertragung und hydrostatische Antriebe wandeln mechanische Energie in hydraulische Energie um, welche dann wiederum als mechanische Energie genutzt wird.
Ihren Einsatz finden Hydraulik-Zylinder vor allem in großen Arbeits- und Lastmaschinen, wie Bagger, Kräne, Traktoren usw., wo die effiziente Kraft- und Leistungsübertragung von der Antriebsmaschine zur Arbeitsmaschine besonderen Vorrang hat.

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