Industrienationen
Unter dem Begriff Industrienationen versteht man Länder, die im Allgemeinen technisch hoch entwickelt sind und auf eine eigene industrielle Güterproduktion zurückgreifen können. Der Begriff wird vor allem für die Abgrenzung gegenüber Schwellen- oder Entwicklungsländern genutzt.Zu den größten Industrienationen gehören sowohl die Vereinigten Staaten als auch Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Kanada und Russland. Auch China muss heute zu den großen Industrienationen gezählt werden, denn im Bereich des Bruttoinlandsproduktes haben die Chinesen bereits Länder Italien und Kanada überholt. Auch Spanien konnte die Kanadier mittlerweile, gemessen am BIP, überholen.
Wichtiger Industriestaat ist aber nach wie vor die USA, die mit einem Anteil von etwa 4,6% der Bevölkerung und einen Bruttonationaleinkommen ca. 13.000 Mrd. US-Dollar (entspricht einem Anteil von etwa 30%) den ersten Platz einnehmen. Gefolgt wird die USA von Japan, deren Bruttonationaleinkommen einen Anteil von etwas über elf Prozent einnimmt. Der Anteil der Weltbevölkerung beträgt in Japan etwa 2,6%. Deutschland liegt aktuell an dritter Position, das Bruttonationaleinkommen liegt derzeit bei etwa 6,5% der weltweiten Einkommen, der Anteil der Bevölkerung jedoch bei nur 1,3%.
Eine ebenfalls wichtige Industrienation ist Großbritannien, die derzeit den vierten Platz in der Welt einnimmt. Das Bruttonationaleinkommen liegt aktuell bei etwa 3.000 Mrd. US-Dollar, was einem Anteil von immerhin fünf Prozent entspricht.
Obwohl Russland als eine große Industrienation etwa 2,2% der Weltbevölkerung stellt, liegt ihr Anteil am Bruttonationaleinkommen bei gerade einmal 1,4%. Es gibt daher eine ganze Reihe Länder, deren Bruttonationaleinkommen deutlich größer ist. Hierzu gehören neben Mexiko und Indien auch Brasilien, Südkorea sowie Australien.
Industrienationen und die Sprachen
Die sechs wichtigsten Sprachen der Welt aus volkswirtschaflicher SichtDie Sprache ist ein wichtiges Kommunikationsmittel. Nicht nur im Alltag, sondern vor allem in der Wirtschaft ist es aufgrund der Globalisierung immer wichtiger, miteinander kommunizieren zu können. Nicht selten wird hierbei die Muttersprache außer Acht gelassen.
Die wohl am weitesten verbreitete Sprache ist Englisch. Obwohl sie nur von etwa 350 Millionen Menschen als Muttersprache genutzt wird (Bildatlas der Sprachen), sprechen etwa 1,5 Milliarden Menschen englisch. Sie nutzen es vor allem im geschäftlichen Bereich, wo es in vielen Unternehmen zur dominanten Sprache erhoben wurde. Allein in der Volksrepublik China lernen mehr als 200 Millionen Menschen die englische Sprache, um mit ihren Geschäftskollegen in Amerika, in Europa und anderen Erdteilen sprechen zu können. Allein zur Gruppe der G8 gehören 3 Staaten, deren Muttersprache Englisch ist (USA, Großbritannien und Kanada).
Neben dem Englischen werden aber auch weitere wichtige Sprachen als offizielle Sprachen anerkannt. Die UN zum Beispiel erkennt weiterhin das Französische, Russische, Spanische, Arabische sowie Hochchinesisch (auch Mandarin genannt) an. Letzeres wird heute von mehr als 1.000 Millionen Menschen gesprochen und wird aufgrund der chinesischen Wirtschaftsleistung der vergangenen Jahre immer wichtiger. Gleiches gilt für Russisch, denn auch Russland konnte in den vergangenen Jahren im wirtschaftlichen Bereich stark aufholen, auch wenn immer noch Defizite zu verzeichnen sind. Zudem ist Russland Mitglied der G8 und somit ein wichtiger Handelspartner.
Hinter den USA gehört Japan zur zweitwichtigsten Volkswirtschaft der Welt. Das Bruttonationaleinkommen beträgt hier etwa 12% der gesamten Weltwirtschaftsleistung. Auch im Vergleich der Muttersprachler belegt Japan einen vorderen Platz, denn immerhin sprechen etwa 120 Millionen Menschen japanisch. Auch diese Sprache wird in den kommenden Jahren wohl weiter an Bedeutung gewinnen.
Aktuell an dritter Stelle im Vergleich der Volkswirtschaften liegt Deutschland. Damit ist auch Deutsch eine wichtige Weltsprache, obwohl sie im Geschäftsleben fast kaum noch genutzt wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber der Sitz des Geschäftspartners. Gerade in vielen osteuropäischen Ländern ist Deutsch noch immer eine wichtige Sprache und wird dort auch in der Schule gelehrt.

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